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18.09.2016

New Plymouth – Ohakune

Heute früh scheint das Wetter es gut mit uns zu meinen. Wir können bei Sonnenschein draussen frühstücken und verlassen den Camping schon bald, um den Mt Egmont (Taranaki) zu umrunden. Dieser bildet von allen Seiten eine fast perfekte Pyramide, was mit der Schneehaube ein schönes Motiv abgeben würde. Leider zeigt er sich nur ganz kurz, als wir nicht in optimaler Position für Fotos unterwegs sind. Aber immerhin, wir haben ihn gesehen und der Anblick ist wirklich schön.

In der Hoffnung auf tiefliegenden Nebel fahren wir noch zum Visitor Center hoch. Hier ist das Wetter aber so schlecht, dass sich sogar das Personal aus dem Staub gemacht hat und wir ganz alleine im Gebäude sind. Fahren wir halt wieder vom Berg runter. In Stratford fahren wir zu i-Site und lassen uns über das Tongariro Crossing updaten. In den nächsten Tagen wird dies nur mit Axe und Crampons (Eispickel und Steigeisen) möglich sein. Ausserdem wird empfohlen, einen erfahrenen Führer zu engagieren. Das klingt so gar nicht nach unseren Standard-Wanderungen und wir verlassen dankbar aber ernüchtert die i-Site mit der wiederum sehr netten Angestellten.
Wie also weiter? Wir wollen die Vulkane sehen und sind bereit, etwas dafür zu investieren (ist schliesslich die Hochzeitsreise).

Wir fahren also nach Beratschlagung beim Lunch weiter nach Wanganui und zum dortigen Airport. Die Nachfrage im Hauptterminal bringt uns die nächsten Begegnungen mit äusserst netten Kiwis. Der erste verweist uns an die lokale Fluggruppe, da seine Airline nur Linienflüge macht und zeigt uns noch persönlich den Weg.
Im Büro der Fluggruppe empfängt uns ein lockerer junger Pilot, der auf unsere Anfrage nach einem Rundflug etwas reserviert reagiert. Für Fluggruppen ist das durchführen von Scenic Flights nämlich verboten und die Regierung scheint unregelmässig zu kontrollieren, ob man sich daran hält. Er macht uns also klar, dass eine Fluglehrstunde mit zufälligem Überflug des Tongariro NP kein Problem wäre. Wäre, ja wäre, nur morgen ist Montag – und genau am Montag fliegen sie nicht…
Er verweist uns aber netterweise an eine Airline in der Nähe des Nationalparks, welche solche Flüge anbietet. Nach kurzer Suche im Internet habe ich die Nummer und Sekunden später haben wir für morgen einen Flug gebucht.

Um frühmorgens rechtzeitig am Flugplatz zu sein, wollen wir uns heute noch ein paar Kilometer nach Norden bewegen. Wir übernachten auf dem Top10 Ohakune, welcher etwa 30 Minuten vom Flugplatz entfernt liegt und von dem man theoretisch einen Blick auf die Berge hätte, wäre das Wetter etwas besser.

Gute Nacht!

Übernachtung: Top10 Camping Ohakune
Gefahrene Kilometer: 316

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17.09.2016

Waitomo – New Plymouth

Nach dem üblichen Morgenablauf (Toilette, Morgenessen, Abwasch) besuchen wir das Visitor Center und buchen uns eine Glühwürmchen Tour. Das ist nämlich, wofür Waitomo berühmt ist: Viele Höhlen mit noch mehr Glühwürmchen. Da Fotos in Höhlen allgemein schwierig sind und ich befürchte, dass man die leuchtenden Punkte auch mal gesehen hat, buchen wir nur eine kurze Tour. Im Nachhinein stellt sich dies als richtig heraus – interessant, aber man hat’s bald gesehen.

Wir fahren an die Westküste mit dem Ziel, den Elephant Rock mit den 3 Sisters zu fotografieren. Hier stellt sich aber die Flut blöd an und lässt die Ebbe sich nicht so richtig ausbreiten. Ausserdem nieselt es die ganze Zeit. Von oben und unten nass zu werden ist nicht mein Plan.

Wir warten noch eine Stunde dösend im Auto, was aber keine Besserung bringt und so fahren wir weiter nach New Plymouth, wo wir erneut den Top10 ansteuern. Hier findet gerade ein kleines Treffen von Motorradfahrenden Oldtimer-Fans statt. Das Wetter ist noch immer nicht viel besser und so fahren wir zum Countdown, um unsere Vorräte zu ergänzen. Nachtessen wird im Van gekocht und in der kleinen Camping-Küche verspeist, da es draussen wieder regnet.

Gute Nacht!

Übernachtung: Top10 Holiday Park New Plymouth
Gefahrene Kilometer: 180

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16.09.2016

Rotorua – Taupo – Waitomo

Nach dem üblichen Morgenessen fahren wir erst zur i-Site in der Stadt. So heissen hier die fast allgegenwärtigen Tourismus-Büros. Hier kann man sich Lesestoff für Jahre in Form von Prospekten besorgen.

Wir haben es aber auf Informationen abgesehen. Der geplante Tag für unser Tongariro Crossing (19 Km Wanderung über Vulkangebiet) rückt näher. Die Auskunft ist aber ernüchternd: Für die nächsten zwei Tage wurde das Crossing aufgrund des Wetters gesperrt. Also heisst es Pläne schmieden…

Wir fahren aus der Stadt in Richtung Taupo und biegen bald ab in Richtung Waimangu. Hier machen wir eine kurze Wanderung über den schönen Trail.

Der Blue Lake, Hauptgrund unseres Besuchs, ist aber fotografisch leider fast nicht festzuhalten aufgrund seiner Ausmasse, des Bewuchs und der sehr pingeligen Absperrung. Auch ein kleiner Spurt auf den Hügel meinerseits ändert nichts daran, dass die hiesige Flora den See vor neugierigen Blicken schützt.

Mit dem Bus fahren wir zurück zum Visitor Center, in dem ich mir eine Wild Kiwi Regenjacke kaufe – wird sicher irgendwann zum Einsatz kommen…
Nächstes Ziel ist Wai-o-Tapu, was mit seinen Tümpeln und stinkenden Löchern ziemlich an einzelne Teile des Yellowstone erinnern kann. Das Highlight hier ist der Devils Pond, der in einer ziemlich ungesunden Farbe grüsst und in dem ich nicht schwimmen möchte.

Wir sind uns nach dem Besuch einig, dass Wai-o-Tapu zwar schön war, wir aber nun genug geothermale Gebiete gesehen haben. Auf nach Taupo, wo unser Ziel Huka Falls heisst. Bereits bei der Anfahrt beobachten wir ein Jetboat, das sich den Fällen mit atemraubender Geschwindigkeit nähert. Nun ja, wem es Spass macht. Wir erfreuen uns lieber an diesem schönen Fall mit seinen blauen Wassermassen.

Aufgrund der Sperrung des Tongariro Crossing haben wir uns für einen Schwenker an die Westküste entschieden. Deshalb fahren wir heute noch bis in die Dunkelheit nach Waitomo. Der dortige Top10 hat noch einen Platz für uns und ist ansonsten sehr gut gebucht. Wir machen uns noch Nachtessen und gehen schon bald ins Bett.

Die lange Fahrt hat ein bisschen geschlaucht, auch wenn es nicht nach vielen Kilometern aussieht.

Gute Nacht!

Übernachtung: Top10 Holiday Park Waitomo
Gefahrene Kilometer: 235

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15.09.2016

Hot Water Beach – Hobbiton – Rotorua

Ich stehe etwas früher auf und versuche ein paar Minuten des Champions League Spiels meiner Tottenham Hotspur mitzukriegen. Leider ist die Verbindung so schlecht, dass ich nur ruckartige Bilder geliefert bekomme. Nun denn, das Resultat wäre eh nicht HD-würdig gewesen.


Morgenessen wird heute in der geheizten Camping-Küche zubereitet und im Aufenthaltsraum gegessen. Die Zutaten sind dieselben wie gestern.
Anschliessend nehmen wir die erste heutige Etappe unter die Räder. Diese führt uns zu den Owharoa Falls. Leider haben wir schon den ganzen Morgen on/off-Nieselregen und so sind keine Langzeitbelichtungen möglich.

Die weitere Fahrt führt uns über weite Felder nach Matamata. Ein erstes Highlight auf unserer Reise, das die allermeisten Leute kennen. Matamata? Natürlich kennt man es eher unter dem Namen Hobbiton / Auenland aus den Herr der Ringe Filmen. Das gesamte Filmset wurde nach den Hobbit-Filmen stehen gelassen und kann nun in Führungen besichtigt werden.


Wir sind zeitlich perfekt dran und können ein paar Minuten nach Eintreffen an einer Tour teilnehmen. Unser Guide hat einen breiten Akzent und wir müssen uns zeitweise ziemlich konzentrieren um die interessanten Details zu verstehen.

Die Häuschen sind mit allerliebsten Details gestaltet und unterhalten. Spätestens jetzt begreifen wir den doch eher stolzen Eintrittspreis.

Enorm sind nebst den Anstrengungen, die für Bau und Unterhalt des Filmsets unternommen werden/wurden auch die Massen an Besuchern, die durchgeschleust werden. Einige Völker verdienen sich dabei wieder besondere Sympathiepunkte durch ihr Verhalten. Da sind wir manchmal sprachlos (auch wenn Tina es in diesem speziellen Moment zurecht nicht war und eine «nette» ältere Dame auf ihr unpassendes Verhalten aufmerksam machte).


Nach der Tour erwartet einen in der Taverne ein Gratis-Getränk, welches wir gerne annehmen. Wir gönnen uns zudem noch eine Suppe (Tina) und einen Pie (Tinel) als Lunch.


Wir fahren weiter in Richtung Rotorua. Hier entern wir den zentralen Top10 Camping und nach dem Einrichten des Vans machen wir uns auf in Richtung Stadt. Allgegenwärtig ist hier der Gestank nach faulen Eiern, der uns an unseren Yellowstone-Urlaub 2011 erinnert. Wir essen vorzügliches Fleisch im CBK in der überdachten Gourmet-Fressmeile und schlendern anschliessend noch etwas über den stattfindenden Nightmarket. Gute Nacht!

Übernachtung: Top10 Holiday Park Rotorua
Gefahrene Kilometer: 262

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14.09.2016

Coromandel – Hot Water Beach

Wir haben erstaunlich gut geschlafen. Das Aufstehen gestaltet sich etwas schwierig, da die Platzverhältnisse im Bus so bescheiden sind wie die Temperatur ausserhalb. Aber mit unserer panterhaften Agilität schaffen wir es trotzdem, uns zur Morgentoilette zu bewegen und anschliessend ein ganz passables Morgenessen (Toasted Muffins, Butter, Brie, Joghurt-Müesli, Milch, Tee) zu zaubern.

Heute haben wir auf dem Papier ein kurze Etappe zu bewältigen: Es geht nach Hot Water Beach. Landkarten sind aber nur 2D und meistens auch nicht sehr detailliert in Sachen Höhenkurven. Dies merken wir schon bald und unser Van kommt leicht an seine Grenzen. Die Landschaft ist aber sehr schön und die ersten Schafe mit Jungtieren zaubern ein Lächeln auf unsere Gesichter.

Sogar das Wetter spielt mit und als wir am Trailhead-Parkplatz zur Cathedral Cove ankommen ist es T-Shirt-Wetter. Dies nutzen natürlich auch viele andere Touristen für den steilen Spaziergang runter an den spektakulären Strand.

Fotos ohne Leute sind nur mit ein bisschen Tricksen möglich. Wir bleiben eine ganze Weile, bevor wir uns an den anstregenderen Rückweg rauf zum Parkplatz machen.

Kurz darauf sind wir am Tagesziel, dem Hot Water Beach, angekommen.

Hier werden wir spontan Mitglieder der Top10 Campingplätze, was uns auf der weiteren Reise ein paar Ersparnisse (Campings, Fähre) bringen sollte. Der Platz ist sehr schön angelegt, mit modernen Anlagen ausgestattet und wir sind fast alleine – zumindest bis ein ExploreNZ-Bus vorfährt. Scheinbar bleiben aber nur ein paar Passagiere hier auf dem Camping und so bleibt es ruhig. Wir verbringen den weiteren Nachmittag mit dem Studium von gesammelten Prospekten und der App Campermate, welche wir empfehlen können.
Abendessen gibt es heute wieder im Camping-Stil und wir sind zufrieden als wir schon bald nach Sonnenuntergang (früh!) unser Bett machen.

Gute Nacht!

Übernachtung: Top10 Camping Hot Water Beach
Gefahrene Kilometer: 91

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10.-12.9.2016

Anreise ZRH – SIN – AKL

Samstag, 10.9.2016 – unsere Hochzeitsreise beginnt! Gestern durften wir zum Abschied noch Patent Ochsner (berühmte CH-Band) in unserer unmittelbaren Nachbarschaft live hören.

Heute geht es darum, die letzten Dinge zu packen und die Koffer unter der magischen 23-Kilo-Grenze zu halten. Tina ist mir dabei eine grosse Hilfe, da ich mit meinem ganzen Foto-Zeugs locker überschiesse und sie sich erbarmt, etwas von meinem Gepäck zu transportieren.

Am frühen Abend machen wir uns – wie eigentlich immer – mit dem Zug auf den Weg in Richtung Flughafen. Dort angekommen, ist das Check-In schnell erledigt. Wir machen den netten Beamten darauf aufmerksam, dass wir das Gepäck gerne in Singapur noch sehen möchten, da wir eine Übernachtung gebucht haben. Im wenig späteren Verlauf der Reise eine schlechte Entscheidung…

Wir spazieren gemütlich durch die Gepäckkontrolle und gönnen uns beim Marché eine Pizza. Die restliche Zeit bis zum Boarding verbringen wir mit People-Watching und was man sonst so am Flughafen macht, wenn man einen 12-Stünder vor sich hat.

Wir fliegen mit Swiss, was eigentlich positiv ist. Allerdings sitzen wir in einem wirklich alten Teil: keine USB- oder Stromanschlüsse, Entertainment-System von 1990… Aber es ist ja nur Fliegen und somit Fortbewegung, sprich Transport zum Ziel.

Am 11.9. um 17:30 landen wir in Singapur. Der Flughafen hat bereits einige Preise gewonnen und wir merken sofort, wieso dies so ist. Überall ist mehr als genug Platz und die Angestellten sind freundlich und relaxt. Einzig das Wlan will nicht so recht.

Da wir das Gepäck ja nur bis hier eingecheckt haben, nehmen wir den normalen Weg und sind auch bald samt den Koffern aus dem Sicherheitsbereich raus. Nun aber das Problem: Wir haben ein Hotel im Terminal 3 gebucht. Eigentlich eine super Sache, da wir dann nur noch wenige Meter bis zum Abflugterminal gehen müssen.
Das Problem dabei – wir kommen mit den Koffern nicht in den Sicherheitsbereich. Und zum nächsten Flug einchecken können wir auch nicht, da von Air Newzealand erst zwei Stunden vor Abflug jemand da sein wird.

Nun denn, die nette Informations-Angestellte hilft uns weiter und wir nächtigen halt ganz sparsam und bescheiden im Crowne Plaza…

Am zweiten Reisetag werden wir wieder früh aus den Träumen gerissen. Unser Flug verlässt Singapur in Richtung Auckland um 8:40, weshalb wir bereits um 6:00 aufstehen. Das erneute Einchecken sowie die Sicherheitskontrollen verlaufen hier in Singapur sehr entspannt und äusserst zügig.


Der Flieger von Air New Zealand entspricht dem Standard, den man von Ost-Reisen erwartet: Allerneustes Entertainment System, elektrisch abdunkelnde Scheiben und nicht zuletzt freundliches Personal und gutes Essen.
Wir überfliegen Malaysia, Indonesien und schliesslich einen Grossteil Australiens, bevor es über die Tasman Sea nach Auckland geht. Die Einreise passiert innert Minuten und wir stehen schon bald vor dem im Voraus gebuchten Novotel gleich am Flughafen. Auch wenn der Tag eigentlich kurz war, ist es hier in Auckland bereits 23:00.

Also: Gute Nacht!

Übernachtung: Novotel Auckland Airport

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13.09.2016

Auckland – Coromandel

Die Nacht im Flughafen-Hotel war die richtige Entscheidung. Wir sind ziemlich ausgeruht als wir am Morgen das Zimmer verlassen. Frühstück nehmen wir im Restaurant des Hotels zu uns und treffen so erstmals auf die Neuseeländische Küche.

Um 10:00 stehen wir vor dem Hotel bereit und melden uns bei der Autovermietung, welche gemäss Buchungsbestätigung einen gratis Shuttlebus anbietet. Eigentlich haben wir bei Cheapa-Camper gebucht, die aber scheinbar von Apollo aufgekauft wurden. Die Nummer zumindest ist dieselbe. Die Stimme am anderen Ende scheint überrascht, dass jemand einen Campervan abholen möchte – und der Shuttlebus ist nicht verfügbar, weil in Reparatur. Also werden wir kurzerhand mit dem Auto des Filialleiters abgeholt – ein weiteres Kennenlernen der Neuseeländischen Eigenarten: Autos werden gefahren, bis sie kaputt gehen.
Die nette Dame am Steuer ist sehr gesprächig und erklärt uns bereits auf der Fahrt, wie neuseeländische Zivil-Polizeiautos aussehen.
Im Büro empfängt uns eine Inderin, die sogar ganz passabel Deutsch spricht. Sie ist gestern vom Urlaub zurückgekehrt und leidet noch unter einem Jetlag. Das kriegen wir bei der Übergabe zu spüren – die gute Dame will nach Hause ins Bett. Und so sind wir nach wenigen Minuten die vorübergehenden Besitzer eines 152’000 Km alten Toyota HiTop Campers. Tina wagt sich als erste hinters Steuer. Motor an, Navi an, los geht’s in Richtung Süden (den Norden der Nordinsel, Northland, lassen wir aus Zeitgründen aus). Wir sind ja nun während dieses Urlaubs vorwiegend Camper uns so suchen wir uns zügig einen Supermarkt. Wir haben vom Vermieter eine Countdown-Card erhalten, also ist dies unsere erste Wahl. Die Produkte und Marken sind grossteils bekannt. Wir entdecken aber auch eine uns unbekannte Vielfalt an neuseeländischen Bieren und Weinen. Wir finden im ersten Laden das meiste, was wir als nötig empfinden. Weiter hinten in der Mall-ähnlichen Einrichtung werden noch Badetücher und Decken angeboten. Man weiss ja nie…

Weiter geht die Fahrt und wir verlassen schon bald die 1, welche den direkten Weg nach Süden nimmt. Wir dagegen fahren der Küste entlang bis nach Thames und von dort auf die Coromandel-Halbinsel, wo wir die Eigenarten der hiesigen Strassen noch besser kennenlernen und damit auch, wie unser Van auf Steigungen und Kurven reagiert. Um es vorweg zu nehmen: wir haben keinen Sportwagen gemietet, aber er fährt.

Am späten Nachmittag treffen wir im Dorf Coromandel ein und suchen uns dort unsere erste Bleibe. Der Campground ist ein Glückstreffer für Leute wie uns, die dem Campen zweifelhaft entgegengeschaut haben. Direkt am Meer mit perfekter Sicht auf den Sonnenuntergang in malerischer Szenerie werden wir freundlich von einer netten Dame empfangen.

Wir verbinden unseren Van zum ersten Mal mit dem lokalen Stromnetz und siehe da, es funktioiert. Also geht es ans Kochen: Immerhin eine von zwei Platten funktioniert, was uns während den ganzen fünf Wochen reicht. Fünfgänger sind keine zu erwarten, aber die Teigwaren schmecken und der Wein ist meist top im Preis-/Leistungs-Verhältnis.
So auch an diesem ersten Abend, der uns sicherlich lange in Erinnerung bleibt.

Gute Nacht!

Übernachtung: Long Bay Motor Camp
Gefahrene Kilometer: 175

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22.4.2016

Maó

Die hauseigene Dachterrasse verleitet mich dazu, nochmals früh aufzustehen. Der Sonnenaufgang ist dank leichter Bewölkung sehr schön.

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Tina hat derweil den Schlaf der gerechten geschlafen. Morgenessen ist inbegriffen und so freuen wir uns auf das französisch angehauchte petit déjeuner. Wir machen die Rechnung aber ohne die Bedienung. Es gibt kein Buffet und die junge Dame hat nicht ernsthaft vor, aus ihrem untersetzten 1. Gang hochzuschalten.

Das kann für viele Leute charmant und gemütlich sein. Ich aber bin kein Morgenessen-Mensch und das Wort «Essen» sollte im Mittelpunkt stehen. Nun gut, etwas über eine Stunde später sind wir auf dem Weg zum Fischmarkt. Hier herrscht der Geruch vor, den man sich unter dem Namen vorstellt. Tina macht gleich wieder kehrt und auch ich drehe nur eine kurze Runde.

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Tina ist aufgefallen, dass erstaunlich oft Deutsch gesprochen wird. Ein kurzer Blick vom Aussichtspunkt neben dem Markt klärt auf: die AidaAura ist eingelaufen und entlässt ihre Fracht nach Maó…

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Der Markt neben der Kathedrale ist entsprechend mit redefreudigen Touristen gefüllt und wir machen uns bald auf die Socken, um den Segeltuchladen zu suchen, den Tina gestern entdeckt hat.

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Leider ist dieser geschlossen und wir gehen vom Hafen wieder rauf in die Altstadt. Hier gibt es für uns ein Eis und jede Menge Peoplewatching. Ein bisschen Shopping und ein Bier später ist mal wieder Siesta.

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Da wir morgen früh aus den Federn und zum Flughafen müssen, haben wir bereits um 19:00 einen Tisch reserviert. In einem sehr gut bewerteten Tapas-Restaurant namens Gallery – meinen wir zumindest.

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Die Tapas schmecken vorzüglich und sind frisch zubereitet. Als wir nach der namensgebenden Galerie fragen, gibt es von den nur Spanisch sprechenden Besitzern ein Achselzucken.

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Nach dem Verlassen des Hauses gibt es Aufklärung: die Gallery befindet sich gleich nebenan und ist aktuell geschlossen. Da aber die Schiefertafel mit dem Gallery-Schriftzug fast ins andere Restaurant rüber ragt, haben wir dieses glückliche Missverständnis produziert.

Reichlich satt und auch nicht durstig packen wir unsere Koffer, damit wir morgen startbereit sind.

Gute Nacht!

Die Rückreise verläuft ohne grosse Zwischenfälle. Der Aufenthalt in Palma ist kurz und die Ballermänner haben andere Flüge gewählt. Mit uns sind vor allem Familien an Bord und es wird bei der Landung sogar ordentlich geklatscht – ein kleines Highlight für uns 😉

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21.4.2016

Alcaufar Vell – Maó

Wir schlafen heute aus und geniessen noch ein Mal das wunderbare Morgenessen. Allerdings rentiert es, etwas früher auf der Matte zu stehen. Gestern war die Auswahl noch etwas grösser und Nachschub wird nur zögerlich besorgt.

Wir haben uns um 12:00 im nächsten Hotel, dem Jardi de ses Bruixes Boutique-Hotel angemeldet. Packen, Auschecken und noch ein paar Bilder der Finca (leider haben sie die Esel reingeholt) und ab nach Maó.

Der Empfang im Jardi ist herzlich und das Haus noch heimeliger eingerichtet als auf den Bildern ersichtlich war. Der hauseigene Garten versprüht französischen Charme und unser Zimmer ist modern eingerichtet und es mangelt an nichts.

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Nächster Programmpunkt ist eine kleine Besichtigung Maós, die uns schon bald zum Hafen führt. Auf dem gemütlichen Spaziergang können wir alte Häuser und Millionen von Euro in Yacht-Form bestaunen. Auch ein paar Tapas finden wir unterwegs…

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Zurück im Garten des Hotels gibt es etwas Kühles für den ausgetrockneten Mund und anschliessend Siesta.

Das Haus verfügt über eine Dachterrasse, die wir für den Sonnenuntergang in Beschlag nehmen. Wunderbar!

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Nachtessen gibt es heute ebenfalls im Hotel. Caprese-Salat und Entrecôte sind wunderbar!

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Gute Nacht!

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20.4.2016

Alcaufar – Morro d’Alcaufar – Arch Binibecca – Rinconada de sa Mesquita – Maó – Alcaufar

Wir stehen heute früh auf, um den Sonnenaufgang beim Morro d’Alcaufar zu sichten. Ein schönes Erlebnis. Auch ist es viel wärmer als gestern auf dem Berg, was Tina gutheisst.

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Als das Schauspiel vorüber ist, machen wir uns auf zum Strand von Binidali, den wir im Internet als sehenswert erachtet haben. Als wir den Strand von oben sehen, will Tina ein Bild machen. Prompt sucht sich die Kompaktkamera den natürlichen Weg in Richtung Boden und hat ab da ein paar Schrammen – funktioniert aber noch.

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Nach diesem unschönen Ereignis, ist es Zeit, den Tag wieder in positive Bahnen zu lenken – auf zum Morgenessen!

Dieses ist sehr reichhaltig, das Brot ist unglaublich frisch und gut! Perfekt.

Nach einer kurzen Auszeit im Zimmer machen wir uns nochmals auf den Weg, um den Arch am Meer zu suchen. Ich habe bei Google Maps eine entsprechende Form gefunden, die es sein könnte.

Auf dem Fahrweg vom Hotel zur Strasse gibt es auf einmal ein lautes «Stopp, Schildi!» zu hören. Eine etwa 25 cm grosse Schildkröte quält sich über den Weg und muss uns kurz als Fotomodell herhalten.

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Als wir bei Binibecca Nou den Punkt erreichen, staunen wir nicht schlecht! die Brücke spannt sich etwa 15 Meter über dem Meer und hat eine Breite von 10 und eine Länge von etwa 20 Metern. Schwierig, das auf Bildern festzuhalten.

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Zufrieden beschliessen wir nach Norden zu fahren, um den geplanten Punkt für den morgigen Sonnenaufgang auszukundschaften. Die Rinconada de sa Mesquita ist dann aber weit weniger sehenswert, als von den gesehenen Bildern erhofft. Sonnenaufgang morgen wird also ausgelassen und entsprechend ausgeschlafen.

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Auf dem Rückweg fahren wir nach Maó hinein, um uns einen ersten Eindruck zu verschaffen. Die Hauptstadt der Insel hat wie Ciutadella keine allzu grossen Ausmasse, ist aber weniger verschnörkelt und ein bisschen europäischer.

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Die Tapas sind aber sehr lecker und wir fahren zufrieden zurück nach Alcaufar um noch etwas zu entspannen.

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Abendessen gibt es erneut im Hotelrestaurant: Cremige Blumenkohlsuppe und Entenburger für mich, Tapas und Salat für Tina. Abschluss bildet heute eine Kugel aus weisser Schokolade, gefüllt mit luftigem Yoghurt und Erdbeerspiegel.

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Gute Nacht!

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