16. Juli 2023

Lake Ndutu – Zentrale Serengeti (Kuhama Camp)

Nachdem wir gestern die – gemäss Isaak – sinnlose morgendliche Wanderung unternommen haben, sind wir heute um so früher mit ihm unterwegs. Es ist stockduster, als wir den Parkplatz an der Lodge verlassen.

Irgendwie scheint es, als hätten wir unseren lieben Driver/Guide im Stolz verletzt und er will uns nun beweisen, dass wir besser dran sind, wenn wir mit ihm unterwegs sind.

Erste Sichtung heute Morgen ist ein Sekretär, der sich, als hätte Isaak es befohlen, bald nach Entdeckung in den Gleitflug begibt.

Die Strausse, die wir im Anschluss sehen, stehen bockstill – als wäre Isaak der Puppenspieler…

Wir fahren weiter und treffen schon bald auf jemanden, der sich auch von Isaak nur wenig befehlen lässt. Dieser sehr fotogene Herr ruft schon bald nach seinem Harem, was unwahrscheinlich eindrücklich ist.

Die Sonne scheint mittlerweile nicht mehr nur auf die Mähne des Löwen, sondern auch auf den Boden rundherum und so fahren wir weiter, da Isaak ein Gefühl hat, dass heute noch mehr auf uns wartet.

«Glück» beschreibt es nur annähernd. Wir entdecken eine Gepard-Mama mit ihrem unflätigen Jungtier und dürfen die beiden für eine ziemlich lange Zeit beobachten.

Wunderbar! Super! Herrlich!

So gut, dass uns Adler und Schakal schon fast als Fussnoten erscheinen. Aber nur fast! Natürlich beobachten wir auch diese Tiere so ausführlich wie möglich.

Theoretisch könnte ich jetzt schreiben, dass der Tag schön war und das Bett auf uns wartet.

Was aber auf uns wartet ist erst das Morgenessen. Und dies ist wieder vorzüglich.

Wir verlassen die Lodge mit den allerbesten Erinnerungen!

Es geht für uns nach Norden in Richtung Serengeti NP. Unterwegs sehen wir bereits wieder viele Tiere. Vor allem die scheinbar zahmen Giraffen sind für uns neu. Sie verharren 20 Meter von der Strasse entfernt, als wir durchfahren.

Das erste Tor des Serengeti Nationalparks wartet noch fast ohne andere Autos und Touristen auf uns und so können wir ein paar Fotos machen.

Später am Naabi-Gate, wo Isaak den Obolus entrichtet, ist dann schon etwas mehr los.

Wir fahren nach Norden und entdecken eine Löwenmama, die aber heute nichts böses mehr im Sinn hat gemäss Isaak.

Also Essen wir den wiederum sehr leckeren Lunch, welchen die Lodge uns eingepackt hat, und freuen uns auf weitere Sichtungen, die nicht lange auf sich warten lassen.

Unglaublich, was man in dieser kargen Landschaft entdecken kann!

Wir finden es dann etwas schade, dass sich die Touristenautos vor allem auf Katzen konzentrieren. So war z.B. dieser Leopard ziemlich umzingelt – siehe das darauffolgende Bild. Wir standen dahinter und ich habe mit einer Brennweite von 800mm fotografiert, welche ich dann noch wesentlich gecroppt habe.

Die weiteren Sichtungen gefallen uns dann wieder ausnahmslos – seien es Vögel oder Elefanten mit Jungtieren.

Am späten Nachmittag treffen wir in unserer letzten Festland-Unterkunft dieser Reise ein und fühlen uns aber ebenfalls sofort sehr wohl.

Nach einer kurzen Eingewöhnung begebe ich mich zum Lagerfeuer, um welches Stühle aufgebaut sind. Ein französischsprechender Junge meint kurz darauf, er hätte «da vorne» einen Löwen gesehen. Der anwesende Massai-Krieger beruhigt ihn bald, da es sich «nur» um eine Hyäne handelt.

Jedermann/frau am Lagerfeuer erkennt das Tier und so hat man einerseits ein Erlebnis zu verbuchen andererseits ist das vorzügliche Abendessen für einige Gäste nicht mehr so einfach zu geniessen…

Es wird erzählt, dass doch Tiere grössere Angst vor Menschen haben als umgekehrt. Deshalb:

Gute Nacht!

<– 15. Juli 202317. Juli 2023 –>

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