08.08.2018

Pärnu – Rundale / Mezotne

Lettland!

Nach 1.5 Wochen Estland entdecken wir heute neue Gefilde. Wir sind gespannt, was uns auf der anderen Seite der Grenze erwartet.

Erste Überraschung: es gibt keine Grenze – EU

Zweite Überraschung: das ist ein ganz anderes Land!
Wenn man schon ein Mal von Colorado nach New Mexico gefahren ist, kann man sich das in etwa vorstellen – nur dass die Gesetze noch mehr differieren.

Zuerst besuchen wir aber noch auf estnischer Seite die Kirche von Urissaare.

Nach dem wie gesagt sehr unspektakulären Grenzübertritt haben wir uns zuerst an den Verkehr zu gewöhnen. Die Regeln werden etwas lascher ausgelegt und die Manöver sind deutlich risikofreudiger.

Hier am Rigaischen Meerbusen (jup, das Meer heisst hier wirklich so) gibt es diverse schöne Strände. Wir haben uns vorher einen in einem Schutzgebiet ausgesucht, welches auch durchaus gut besucht ist.

Das war nun unser letzter Natur-Stopp dieser Reise. Ein bisschen Geschichte folgt noch.

Der weitere Weg führt uns nach Mezotne, wo wir die nächste Nacht im Palast-Hotel verbringen.

Wir halten uns aber nicht lange hier auf und begeben uns zum noch übertriebeneren Schloss: Rundale

Die Geschichten über diese zwei Prunkgebäude kann man im Internet nachlesen.

Von Aussen schon nicht schlecht, wird es noch exklusiver im Innenraum. Dieser ist genau unterteilt zwischen Gemächern des Herrschers, der Gemahlin und der Untertanen.

Die Gartenanlagen von Rundale sind sogar noch imposanter als das Gebäude und werden sehr gut unterhalten – natürlich Finanziert von abertausenden Touristen.

Beim Rückweg zum Auto sichten wir einen Quadrocopter, was mich im Unterfangen bestärkt, auch meine Mavic steigen zu lassen. Aufgrund der Gartenanlage ist dies mehr als gerechtfertigt.


Zurück in Mezotne, wo uns der Herr am Empfang bereits gefragt hat, ob wir denn hier zu Abend speisen möchten, erfahren wir ein einmaliges Schauspiel.

Der nette Herr ist auch unser Kellner am Abend. Er geleitet uns auf Nachfrage (der wirklich nette Herr spricht leider wirklich nur Lettisch – und vielleicht noch Russisch, was wir aber auch nicht beherrschen) an unseren Tisch im Innenraum.

Dieser hat einen fleckigen Läufer, was uns aber nicht stört. 

Die fleckige Karte besteht aus 3 Vorspeisen und 4 Hauptspeisen. Über 50 Prozent der Gerichte sind leider nicht verfügbar – dafür gibt es Specials, an welche wir uns natürlich halten.

Tatsächlich essen wir sehr gut im Mezotne Palace. Leider begegnen sich die Sprachfähigkeiten nicht so fest, dass wir dem Kellner für die Zukunft eine reine Special-Karte empfehlen können.

Zwei witzige Anekdoten des Abends:
“You want wine?”
“Yes, please”
“We have red or white?”
“Do you have a menu?”
“We have red or white.  – It’s really good!”
“Ok, we’ll have red wine”

Für Nummer zwei mussten die anderen Gäste herhalten. Es war ein Spass zuzuschauen, wie die Karte präsentiert wurde und der arme Kellner dann alles streichen musste. Zum Glück hatten scheinbar alle trotzdem ihren Spass.

Gute Nacht!

Gefahrene Km: 307

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