22.09.2020

Manarola – San Donato

Auf in die Toscana! Wir sparen uns das Morgenessen und fahren ziemlich direkt in Richtung Süden.

Die Durchfahrt von Spezia ist speziell, da wir uns die Stadt viel malerischer vorgestellt hatten. Fürs Tanken reichts.

Auf der E80 geht es nach Süden und wir umfahren Pisa im Westen und Süden. Nicht im Traum würden wir da reinfahren, nur um ein architektonisches Malheur zu fotografieren.

Nach Pontedera wird die Landschaft langsam so wie wir sie und vorgestellt haben.

In San Gimignano (der Pinocchio-Stadt) machen wir Halt und gönnen uns etwas kleines in einem Restaurant auf dem Dorfplatz. Fast selbstverständlich, dass ein bekanntes Gesicht vorbei schaut und wir kurz ein paar Worte wechseln – Hallo Alain! 🙂

Von hier aus sind es nur noch ein paar Kilometer zu unserer Unterkunft, der Fattoria San Donato. Wie der Name schon sagt, wird hier nicht nur gewohnt, sondern auch gemacht. Es handelt sich um ein Weingut mit Hotellerie.

Da wir ziemlich früh da sind, entschliessen wir uns zu einem kleinen Spaziergang auf dem Gelände. Als wir zurückkommen und in der Réception unsere Aufwartung machen, warten wir trotzdem noch eine Weile. Ein klopfen an der Bürotüre lockt die Senior-Dame des Hauses raus. Sie bedient uns zwar nicht, ruft aber lautstark ihren lieben Ehemann, der uns dann eincheckt.

Wir melden uns für das Abendessen an (welches nur an zwei Abenden in der Woche serviert wird) und streifen nach Bezug des Zimmers über das Gelände.

Wir schnappen uns Badetücher und verbringen etwas Zeit am Pool. Tina und zwei meiner Zehen tauchen sogar darin ein (kalt!).

Die Vorfreude auf das Abendessen muss zum Glück nicht viel länger warten. Es stellt sich heraus, dass dieses Event ganz in Familienhand liegt: Die Mutter ist in der Küche, der Vater ist der Somelier und die Töchter servieren (natürlich Corona-konform!).

Das Vorspeisenbuffet wird aufgebaut und aufgrund der schieren Menge sind wir uns nicht sicher, ob dies das Abendessen darstellt.

Auf den Bildern fehlen noch ein paar Teller. Wir lassen uns die frischen Speisen schmecken und der Somelier (der Papa) hat auch einiges zu tun.

Die Teller werden irgendwann abgeräumt und es folgt der Rotwein. Hier hat Tina einen speziellen Moment mit dem Gerant, indem ihr Glas bis zur Kante gefüllt wird. Dazu erhält sie den Kommentar: Ich weiss, dass Du nur ein Glas nimmst”.

Für den zweiten Gang hat uns die Mama herrliche Ravioli zubereitet.

Als nächstes folgt ganz italienisch der Fleischgang.

Und als wäre das nicht genug gibt es zum Dessert noch Aprikosenkuchen, Cantuccini und Vinsanto. Solltet Ihr das letzte nicht kennen – googlet es!

Nach diesen Häppchen ruft nur noch das Bett!

Gute Nacht!

Gefahren Km: 185

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