21.09.2020

Vernazza – Manarola

Luftlinie ist unser nächstes Zimmer 4.7 Km entfernt. Die Reise dahin dauert aber (un)wesentlich länger.

Wir haben es aufgrund der kurzen Distanz und auch ein bisschen wegen dem gestrigen Abend nicht sonderlich eilig und verlassen nach 9:00 das Zimmer.

Den morgendlichen Kaffee gibt es in der Bäckerei gleich beim Shuttle-Parkplatz.

Noch während dem leckeren Getränk entscheiden wir, uns sportlich zu betätigen.

Wir warten also nicht auf den Shuttlebus sondern machen uns mit unserem Gepäck auf den erst ein bisschen, dann doch eher steilen Weg zu unserem Auto.

Dort angekommen packen wir um und fahren dann los auf die wohl kürzeste Tagesetappe unserer Reisegeschichte (ausgenommen Hotelwechsel in Las Vegas).

Tina mag solche strecken – aber nur als Beifahrerin. Das passt, denn ich habe Höhenangst, ausser ich sitze am Steuer. Nach oben ist das unproblematisch und die Fahrt am Kamm entlang ist entspannt und bietet ab und zu schöne Eindrücke, jedoch ohne Ausstellplätze.

Dann geht es aber wieder runter – wir müssen schliesslich fast Meereshöhe erreichen. Es hilft, dass unterwegs so malerische Häuseransammlungen wie diese stehen.

Wir parkieren auf dem letztmöglichen Parkplatz und machen uns auf den Weg ins Dorf. Den Weg zu unserem Zimmer habe ich im Kopf und tatsächlich finden wir die Unterkunft an bester Lage ohne Probleme. Zwar können wir noch nicht einziehen, weil die vorherigen Mieter das mit der Auscheckzeit nicht ganz begriffen haben, der kurze Rundgang im Haus lässt die Vorfreude allerdings steigen.

Es ist noch knapp Vormittag und wir entscheiden uns zur kurzen Wanderung nach Riomaggiore, um dort einen kleinen Imbiss zu uns zu nehmen.

Da macht uns aber bereits kurz nach dem Bahnhof die Umwelt einen Strich durch die Rechnung. Die letzten Schäden wurden noch nicht behoben und so ist der Weg unpassierbar.

Also zurück nach Manarola und auf der anderen Seite den Berg hoch. Hier hat sich das Restaurant Nessun Dorma einen nicht allzu schlechten Standort gesichert. Wir stehen zwar etwas an und regen uns ein bisschen ab ein paar Touris ohne Maske auf, das anschliessende Mittagsmahl mit Aussicht ist das aber allemal wert!

Nachdem wir satt sind gehen wir noch ein paar Schritt um auch die Aussicht nach Norden zu geniessen. Ganz zufällig hat es dort auch eine Mauer, die uns als Sitzbank dienen kann.

Nun ist es Zeit unser Zimmer zu beziehen. Die Einrichtung steht der Aussicht in nichts nach und der Preis ist nahezu gerechtfertigt.

Eine mittlere Siesta später ist unser Ziel der Sonnenuntergang und vor allem die nachfolgende Blue hour. Es hat erstaunlich viele Leute mit Stativen vor Ort. Wie sähe die Situation wohl ohne Corona aus?!

Wir haben tatsächlich wieder Appetit und suchen uns zum Stillen der Gelüste das Porticciolo aus. Meine Lasagne war leider offensichtlich in der Mikrowelle – und das zu kurz. Nach einem zweiten Aufwärmen war sie aber warm und geschmacklich sehr gut.

Gute Nacht!

Gefahrene Km: 10.5

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