14. Juli 2021

Swakopmund – Spitzkoppen Lodge

Fast genauso lecker wie das Abend- war auch das Morgenessen bei Silvio und Esbi. In normaleren Zeiten würden wir gerne noch etwas bleiben.

Heute aber freuen wir uns auf die Wildnis, welche aber mit Stadtverkehr beginnt. Unsere Route führt uns aus Swakopmund nach Norden auf die C34.

Wir möchten uns gerne das Zeila Schiffswrack anschauen, konnten aber im Vorhinein nicht in Erfahrung bringen, wie dies erschlossen ist. Wir haben die GPS-Daten und fahren an der richtigen Kreuzung ab.

Von Weitem sehen wir, dass lediglich drei Einheimische da sind und aber auch zwei Personen, die wie Touristen aussehen. Also fahren wir zum Parkplatz und tauschen die üblichen Floskeln mit den einheimischen Verkäufern aus bevor wir das Wrack fotografieren.

Die Vögel, welche man auf dem unteren Bild sehr gut erkennen kann sind Kormorane, die das Wrack als Aussichtsposten für die Fischzüge nutzen.

Die anderen beiden Touristen machen Anstalten zum Auto zurückzugehen und wir tun es ihnen gleich. Sie sind aber ziemlcih abgebrüht und steigen einfach ein und fahren davon.

Wir haben ja bereits wieder Vorräte für solche Situationen gesammelt und überlassen diese den drei Männern. Für uns eindrücklich, dass die Lebensmittel tatsächlich vor Ort aufgeteilt und verzehrt werden.

Als wir wegfahren winken die drei Männer uns freundlich zum Abschied zu.

In Henties Bay sollten wir eigentlich rechts abbiegen, jedoch befinden Teile der Reisegruppe (ich), dass es sicherer wäre, hier noch vollzutanken.
Das Dorf wirkt nicht gerade reich, aber die Angestellten an der Tankstelle sind wiederum sehr freundlich und fragen nach Reifendruck und putzen sämtliche Scheiben. Unser Auto ist im Top-Zustand für die nächste Wüstenetappe, welche uns auf der D1918 nach Osten führt.

Über die D3715, auf welcher das Bild oben entstanden ist, erreichen wir den Eingang zu unserer nächsten Unterkunft, der Spitzkoppen Lodge, wo wir wieder nur eine Nacht gebucht haben.

Wir nähern uns über die Sandpiste dem Eingangstor, welches uns nach Nennung des Namens geöffnet wird.

Die anschliessende Szenerie saugen wir in uns auf. Die Farben sind so aufregend und beruhigend zugleich und wir sind sehr froh, als ein Schild zum Anhalten auffordert.

Der Pfad zur Unterkunft führt fast über das ganze Geländer des Resorts und als wir kurz vor den ersten Felsen der Spitzkoppe nach rechts abdrehen meldet sich die Beifahrerin: “Zebra!”

Tatsächlich bewegen sich drei Zebras sehr gemütlich über das Gelände und wir dürfen sie aus respektabler Entfernung beobachten.

Wir beobachten die Zebras bis sie aus unserem Blickfeld verschwinden und fahren dann weiter zu den Unterständen der Unterkunft, wo wir unser Gefährt parkieren.

Bereits hier treffen wir die Managerin des Resorts an, die uns rät, das Gepäck im Auto zu lassen. Sie führt gerade andere Gäste zur Unterkunft und so werden wir von Moses empfangen. Dieser handelt den Empfang überaus herzlich und witzig ab und erklärt uns die wichtigsten Details des Eco-Camps.

Wir dürfen einen ersten Spaziergang zu den Highlights des Camps unternehmen und sind überwältigt. Über Stege geht es rauf in die Granitfelsen, wo wir von Leben umgeben sind. Viele Vögel und auch Klippschliefer beobachten uns.

Wir sind noch relativ früh dran und haben erst einen Termin kurz vor Sonnenuntergang. Also haben wir noch Zeit für eine Wanderung über das Gelände, welches von einem Wildkatzenzaun umgeben ist und uns deshalb keine Angst macht.

Vorher aber beziehen wir unsere – nicht allzu schäbige – Unterkunft.

Wir sind circa eineinhalb Stunden unterwegs und möchten auch dieses Erlebnis nicht missen. Klar, es ging nur durch Sand und Tiere haben wir fast keine gesehen. Aber die Landschaft hier ist so einmalig, dass wir den Ausflug jederzeit wieder machen würden.

Beim Parkplatz angekommen wechseln wir in unser Auto und fahren nach Osten in Richtung Formation, wo wir den Arch (Google Maps: Spitzkoppe – The Bridge) vermuten.
Wir finden den Standort und nachdem wir den Aufstieg hinter uns gebracht haben geniessen wir etwas die Umgebung, bevor aus dem Nichts eine Grossfamilie den Platz entert und wir uns wieder aus dem Staub machen.

Zurück in unserer Unterkunft ist es bereits Zeit fürs Nachtessen, welches wir uns natürlich nicht entgehen lassen!

Lecker und genug sind nur die Vornamen des Essens, welches wir hier geniessen durften! Zurück in unserem Zelt entscheide ich mich aufgrund der relativ dunklen Nacht noch zu einem kleinen Experiment. Eigentlich habe ich keine Ahnung von Nachtfotografie und kenne nur die ungefähren Einstellungen – daher bin ich ganz zufrieden.

Gute Nacht!

Gefahrene Km: 198

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