Kategorie-Archiv: Europa

Posts aus Europa

10. Oktober 2021

Clifden / Connemara

Wir haben uns gestern entschieden keine weitere Nacht auf diesem Camping zu verbringen. Auf der einen Seite finden wir es gut, dass hier alles Öko sein soll, andererseits könnte man auch so etwas sauberer unterwegs sein.

Der Platz an sich ist wie bereits gestern erwähnt wunderschön und wir geniessen den frühen Morgen bevor wir nach Norden weiterfahren.

Rein theoretisch könnte man auf die Insel Omey wandern oder sogar fahren – wenn denn Ebbe wäre. Aktuell stellt sich uns aber dieses Bild dar.

Weiter geht’s in Richtung Connemara National Park. Unterwegs profitieren wir vom nicht mehr vorhandenen Wind und können über Land und am Meer diese Ausblicke geniessen.

Im Nationalpark entscheiden wir uns für eine einfache Wanderung. Aufgrund der Corona-Pandemie können die Wege nur in bestimmten Richtungen beschritten werden, was ab und zu ein kleines Schmunzeln hervorruft.

Eine schöne kleine Wanderung in der Morgensonne – was will man mehr.

Unser Camper hat wieder ein Mal nur einen kurzen Einsatz, denn Kylemore Abbey ist bloss wenige Kilometer entfernt.

Nach den üblichen Fotos entdecken wir das Restaurant und entscheiden uns für einen kleinen Imbiss.

Interessanterweise war die Lasagne sogar äusserst schmackhaft!

Wieder nur ein paar Kilometer weiter fahren wir dem einzigen Fjord (Killary) von Irland entlang und stoppen kurz für ein paar Fotos.

Designiertes Highlight für heute ist aber Loch Na Fooey mit dem davorliegenden Pass.

Wir bemerken die auf der Westseite gewonnenen Höhenmeter kaum, als wir auf ein Mal den Pass erreichen und sich dahinter Landschaften auftun wie wir sie lieben.

Auch hier bemerken wir die übermässigen Niederschläge der letzten Tage indem Loch Na Fooey und der eigentlich mehrere Kilometer weiter liegende westliche Arm von Loch Mask quasi einen zusammenliegenden See bilden.

Die Lough Mask Bridge ist zum Glück intakt und wir fahren über Maam Cross nach Clifden, wo wir unsere Ausweichunterkunft, das Foyles, gebucht haben.

Wir können fast vor dem Eingang parkieren und das Zimmer ist trotz Teppich viel angenehmer als die gestrigen sanitären Einrichtungen.

Nachtessen gibt es bei Mannion’s.

Gute Nacht!

Gefahrene Km: 132

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9. Oktober 2021

Doolin – Clifden

Aufstehen und Auschecken gehen heute gutgelaunt vonstatten, denn wir haben eine der schönsten Strecken Westirlands vor uns. Damit ist nicht unbedingt die Umfahrung von Galway gemeint, sondern der Teil, der danach in Richtung Clifden folgt.

Der üppige Regen der vergangenen Tage sorgt sogar noch für mehr Kontraste als sonst.

Wir wollen heute noch an die Curteen Bay und biegen darum auf die R341 ab. Unser Unterfangen wird aber bereits nach wenigen Metern gestoppt: Gesperrt! Der Regen hat auch hier seine Spuren hinterlassen und einen Teil der Strasse überschwemmt.

Wir machen erstmal Pause an den nahen Picknicktischen und beraten über das weitere Vorgehen.

Auf Google Maps erkennen wir, dass kurze Zeit später eine Strasse (keine Nummer, grösstenteils Einbahn) abzweigt, welche über Ballyhinch Castle zur R341 führt.

Tatsächlich tut sie das und wir finden uns wenige Meter nach Einmündung vor einem See wieder. Dieser wird gerade von der anderen Seite her von einem Pickup gequert. Wir aber hätten keine Chance, da mit trockenen Füssen durchzukommen. Also rückwärts kehrt und die mühsame Strecke zur Hauptstrasse zurückgefahren.

Da wir Curteen und Dog’s Bay aber immer noch gerne sehen möchten, biegen wir in Clifden nach Süden ab und nähern uns halt über diese viel längere Strecke.

Bereits während der Fahrt wissen wir, dass sich dieser Weg trotz den Hindernissen gelohnt hat.

Unten an den Stränden angekommen spazieren wir hin und her und geniessen es trotz des einigermassen schlechten Wetters.

Wir spazieren etwas dem Strand entlang und geniessen die Szenerie. Da es nun aber noch ein paar Kilometer zu unserer heutigen Unterkunft sind, brechen wir nach etwas mehr als einer Stunde wieder auf.

Wir erreichen unseren Campingplatz am späteren Nachmittag. Der Clifden Eco Beach Camping & Caravanning Park ist wunderschön am Sandstrand gelegen. Nachdem wir die ersten Hindernisse (finden der Reception und des Receptionisten, Erreichen unseres Stellplatzes ohne 4×4) überwunden haben ruft auch schon der Hunger.

Zwischen Vor- und Hauptspeise ergeben sich für mich noch ein paar Fotomöglichkeiten, welche ich nur wenige Meter von unserem Bett entfernt wahrnehmen kann.

Da sich die sanitären Anlagen des Campingplatzes in einem ähnlichen Zustand wie der Host präsentieren (ziemlich verwahrlost), entscheiden wir uns dazu, die zweite gebuchte Nacht nicht hier, sondern im Dorf Clifden zu verbringen.

Nichtsdestotrotz war es ein wunderschöner Tag!

Gute Nacht!

Gefahrene Km: 216

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8. Oktober 2021

Doolin / The Burren

Stetes Thema – gerade an der irischen Westküste – bleibt das Wetter. Heute sieht es etwas besser aus als gestern, was uns zur kurzen Fahrt an den Hafen in Doolin motiviert.

Von hier aus können wir rüber zu den Cliffs of Moher sehen. Der Himmel bietet dazu ein schönes Lichtspiel.

Von hier aus könnte man ausserdem die Fähre auf die Aran Islands nehmen. Wir ziehen es beim aktuellen Wellengang aber vor, der R477 nach Norden zu folgen. Hier bessert sich das Wetter nochmals und wir haben ab und zu sogar Sonnenschein.

Leider gibt es in der Folge keine Möglichkeiten abseits der Strasse zu parkieren und wir fahren halt gemächlich durch die schöne Landschaft. In Ballyvaughan geht es wieder nach Süden auf die N67, welche wir schon bald verlassen, um der etwas kleineren R480 zu folgen.

Auf dieser gewinnen wir etwas an Höhe und kommen so schon bald wieder in der eindrücklichen Burren-Landschaft an. Auf einem Parkplatz halten wir an und merken, dass sich bei beiden der Hunger meldet. Nun zahlt sich wieder ein Mal aus, dass wir die Küche dabeihaben und so geniessen wir hier – alleine auf weiter Flur – ein leckere Avoca-Suppe mit Fladenbroten.

Frisch gestärkt fahren wir weiter und stoppen beim Parkplatz des Poulnabrone Dolmen.

Die paar Schritte über Stock und – vor allem – Stein tun richtig gut und nebst dem Dolmen ist auch die Geologie der Landschaft sehr interessant.

Dann geht es weiter und in Leamenh steige ich nur kurz aus um die Ruine des hiesigen (nicht allzu alten) Schlosses zu knipsen.

In Kilfenora halten wir an und wollen eigentlich dass Burren Centre besuchen. Da dieses geschlossen ist, schauen wir uns die Kilfenora Cathedral mit ihren alten Gräbern und Kreuzen an.

Ein paar Kilometer weiter, in Lisdoonvarna, finden wir einen Parkplatz auf dem Square und gehen ein paar Meter nach Süden um diese Kuriosität zu fotografieren:

In dieser Bar gibt es sie noch, die traditionellen Zusammenkünfte von ledigen jungen Menschen, die einen Bund fürs Leben (oder die nächste Nacht) schliessen wollen. Da es wohl eine der letzten solchen Veranstaltungsstätten ist, ist die Bar zu einiger Berühmtheit gekommen.

In Doolin angekommen ist unser Platz von letzter Nacht besetzt – aber es gibt noch genug freie.
Heute haben wir etwas mehr Glück mit dem Essen indem wir das Glas Restaurant aufsuchen.

Allerdings gibt es hier keine Live-Musik. Diese finden wir ein paar Meter weiter nördlich an der Hauptstrasse. Im Fiddle & Bow waren wir beide tatsächlich noch nie. Dieser Umstand ergibt sich aber auch daraus, dass dieses Hotel + Restaurant noch nicht dermassen alt ist.

Gute Nacht!

Gefahren Km: 75

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7. Oktober 2021

Dingle – Doolin

Das Wetter ist trübe und wir lassen es heute gemächlich angehen. Trotz des ausgiebigen Nachtessens gestern haben wir aber bereits wieder Appetit und freuen uns über die in unserer Buchung inbegriffenen Optionen.

Das Wetter tut uns den Gefallen – es regnet nicht mehr. Wir gehen im Zentrum des Städtchens noch etwas auf Fototour und kaufen ausserdem ein paar Lebensmittel für unterwegs ein.

Nächster Halt ist in an der Blennerville Windmill. Leider wird diese gerade renoviert, trotzdem ist das Museum mit Abbildung der hiesigen Schifffahrt (auch in Richtung Neue Welt) sehenswert. Etwas störend ist dann allerdings der Jüngling, welcher uns die Eisenbahn- / Windmühlenseite des Museums näherbringen soll. Wir überleben es und sind dann aber bald wieder draussen.

Anschliessend kommen wir gut voran und das Wetter lädt wirklich nicht zu weiteren Stopps ein. In Ennistymon hört der Regen auf und wir besuchen deshalb die hiesigen Cascades. Die Freude währt aber nur kurz und der Himmel öffnet schon bald wieder die Schleusen (wenn auch nur ein bisschen).

Eine Viertelstunde später sind wir in Doolin – da uns die Cliffs of Moher bei dem Wetter nicht interessieren, und zumal wir beide sie schon gesehen haben.

In Doolin hat der Nagles Campingplatz bereits geschlossen. Auf dem O’Connor Riverside dürfen wir uns aber einen Platz aussuchen.

Heute gehen wir nur noch von Pub zu Pub und versuchen nebst akzeptablem Essen etwas Livemusik mitzubekommen.

Das Essen in McDermott’s Pub ist zumindest für Tina ein Reinfall, da ihr Reisgericht mit Glutamat verseucht ist und eher am ehesten an Reis an Bratensauce erinnert. Mein Fisch ist in Ordnung und absolut geniessbar.

Wir gehen anschliessend über die kleine Brücke zurück zu McGann, wo es Musik und den einen oder anderen Drink gibt.

Gute Nacht!

Gefahrene Km: 241

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6. Oktober 2021

Caherdaniel – Dingle

Leider ist das Wetter heute wie angekündigt nicht allzu toll. Trotzdem sind wir schon ziemlich früh unterwegs und nachdem wir Mr Chaplin in Waterville besucht haben versuchen wir unser Glück am Glen Pier (Caladh an Bháid).

Bei gutem Wetter würde man von hier aus auf die vorgelagerten Inseln sehen. Heute leider nicht.

Wir fahren weiter und halten kurz auf dem Parkplatz der Kerry Cliffs. Dort ist der Nebel aber noch dichter und wir entscheiden uns dazu einen Ort aufzusuchen, der warme Getränke anbietet. Diesen finden wir in Portmagee.

Gestärkt und aufgewärmt sind wir bereit uns dem ungemütlichen Wetter erneut zu stellen. Im Dörfchen mit dem gängigen Namen Caherciveen überqueren wir die Brücke auf die nördlich gelegene Halbinsel, wo uns wiederum geschichtlich wichtige Ziele erwarten.

Vor der Brück sticht uns dieses Gebäude ins Auge, bei welchem es sich um die Old Barracks handelt.

Am Parkplatz angekommen besuchen wir zuerst die Ruine von Ballycarberry Castle, anschliessend das Leacanabuaile Ring Fort und schliesslich das Cahergall Stone Fort. Zum Glück bleibt es die ganze Zeit über trocken.

Wir fahren weiter und erreichen über den Overlook den Rossbeigh Beach. Hier ist erstaunlich viel los. Das Wetter ist windig und bedeckt, scheint aber stabil zu sein. so entscheiden auch wir uns zu einer Wanderung um eventuell ein paar Bruchstücke eines ziemlich berühmten Schiffswracks zu erblicken.

Leider ist der Wasserstand zu hoch und die Reste des Wracks bleiben uns verborgen.

Um auf die andere Seite der Bucht zu kommen fahren wir bis nach Castlemaine und von da aus wieder nach Westen. Das Wetter wurde unterdessen nicht besser und unser Stopp am Inch Beach ist sehr kurz.

Wir haben eine Übernachtung auf dem Campail Teach an Aragail gebucht, was ein Campingplatz ziemlich weit draussen auf der Dingle-Halbinsel ist.

Da wir noch früh dran sind, fahren wir erstmal ins örtliche Pub (Tigh T.P.) – welches wir nach der Überwindung des ortsüblichen Staus erreichen – um uns über die abendlichen Verpflegungsmöglichkeiten zu informieren.

Trotz Verständnisschwierigkeiten (Dialekt!) sind alle sehr nett und wir haben eine gute Zeit. Erfahren aber, dass es mit dem Nachtessen etwas schwierig werden könnte.

Beim Verlassen des Pubs erblicken wir am Pier badende Leute, was uns doch etwas erschaudern lässt bei den aktuellen Temperaturen.

Als wir beim Camping aufschlagen erwartet uns dieses Schild am Bürofenster:

Interessanterweise haben wir eine bestätigte Buchung für heute und auch nach zweimaliger Überprüfung ändert sich daran nichts. Es hilft nichts und wir suchen, im Camper vor dem Eingang sitzend, nach Unterkünften in Dingle.

Plötzlich parkiert ein ziemlich grosser Mercedes neben uns und ein grauhaariger Mann steigt aus. Nachdem wir ihm die Frage, was wir hier wollen, beantwortet haben, kommt er aus dem Entschuldigen fast nicht mehr raus. Wir versichern ihm, dass es kein Problem ist und wir bereits eine Unterkunft gefunden haben. Trotzdem bietet er uns nochmals an, wir könnten hier bleiben, obwohl er aufgrund Ausbleiben der Gäste den Camping am Wochenende in die Winterpause geschickt hat. Klar, das Wasser wäre kalt und der Strom übrigens auch abgeschaltet…

In Dingle beziehen wir das Coastline House B&B wo wir nett empfangen werden.

Abendessen gibt es nach einem kurzen Spaziergang im James Long Pub. Der gebackene Fisch schmeckt wunderbar und auch sonst gefällt es und hier nicht schlecht. Immerhin ist das hier in den Sommermonaten einer der Hotspots des Irischen Inlandtourismus, wovon man aktuell aber nichts merkt.

Nach genug Guinness und Irish Coffee (und einem kleinen Dessert) nehmen wir den Heimweg unter die Füsse.

Gute Nacht!

Gefahrene Km: 188

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5. Oktober 2021

Caherdaniel / Derrynane

Die Scheiben unseres Campers sind angelaufen als wir unsere Augen öffnen. Draussen ist es ziemlich kühl – aber wir haben gut geschlafen.

Erste Mission nach dem Anziehen: Herd anheizen und Tee kochen (natürlich das gute Zeugs von der Insel – Bewley’s).

Nach dem gemütlichen Tagesstart fahren wir ein paar Kilometer nach Westen, wo wir uns eine Wanderung in Derrynane ausgeschaut haben.

Der Andrang hält sich heute in Grenzen.

Der Weg führt ziemlich direkt ans Meer und dort einer wunderschönen und einsamen Küste entlang.

Nun geht es über die Küstenfelsen nach Westen, was mich aufgrund meiner Höhenangst ab und zu etwas tief atmen lässt, im Grossen und Ganzen aber harmlos ist. Dafür sind die Ausblicke weiterhin sehr schön:

Als wir wieder einen festen Weg unter den Füssen haben geht es mehr oder weniger steil nach oben. Wir passieren Sommersitze und Landwirtschaftsgebäude und erfreuen uns ab Szenerie und Wetter gleichermassen.

Irgendwann können wir diverse Meter über uns die Hauptstrasse erkennen und wissen, dass wir bald den höchsten Punkt unserer heutigen Wanderung erreicht haben. Zeit also für einen kleinen Imbiss.

Wir sind berührt von der Szenerie mit blauem Himmel gepaart mit Schäfchenwolken, grünen Wiesen mit lebendigen Schafen drauf und dem tiefblauen Meer dort unten, wo wir vor kurzem noch waren.

Per Videocall teilen wir diesen Moment zudem mit einer lieben Person zuhause.

Als wir aufbrechen geht es erwartungsgemäss nach unten. Wir kommen an einem kleinen Wasserfall vorbei und wer unsere Berichte verfolgt, der weiss, dass ich da nicht einfach ohne Foto weitergehen kann.

Als wir beim Camper ankommen ist der Tag noch frisch genug, dass wir ein weiteres Ziel ansteuern. Geschichte und Kultur steht auf dem Programm (ausserdem wurde das Ding landschaftlich schön platziert.

Die paar Kilometer fahrt zum Staigue Stone Fort sind spannend, aber erstaunlich gut ausgebaut. Vor Ort spenden wir einen kleinen Obulus in die bereitgestellt Büchse und betreten das Gebiet. Auch hier sind wir für ein paar Minuten alleine.

Als weiter Touristen eintreffen machen wir uns wieder auf die Socken. Abendessen bereiten wir heute selber zu und in unserer Camper-Manier ist dieses einfach aber schmackhaft – und mit tollem Ausblick.

Nach dem Essen erleben wir eine schöne Abendstimmung und unser fliegender Begleiter darf noch ein paar Minuten draussen spielen.

Gute Nacht!

Gefahrene Km: 17

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4. Oktober 2021

Kilkenny – Caherdaniel

Wir haben uns gestern mit ein paar Häppchen eingedeckt und können deshalb heute ziemlich früh vom Campingplatz los.

Als erstes steuern wir Cashel – genauer gesagt den Rock of Cashel – an.

Als wir uns hier sattgesehen haben und ausserdem die nächsten Touristen eintreffen fahren wir weiter in Richtung Süden nach Cahir. Wir erhoffen uns nebst der Burg auch etwas Essbares zu finden. Aber das Städtchen ist beinahe ausgestorben.

Also fahren wir weiter, an Killarney vorbei in den Nationalpark wo wir den kurzen Weg zum Torc Wasserfall unter die Füsse nehmen.

Nach einem kurzen Abstecher an den Muckross Lake fahren wir ald weiter das wirklich schöne Tal hoch nach Molls Gap und sind doch einigermassen erstaunt, als wir hier – nebst der schönen Aussicht – bereits wieder auf einen Avoca-Store treffen.

Als wir beim Camping eintreffen neigt sich der Tag bereits dem Ende zu und wir sind schlussendlich froh, dass wir in der Nähe überhaupt noch etwas zu Essen erhalten. Qualität und Liebe zum Detail geraten etwas in den Hintergrund aber es macht satt.

Gute Nacht!

Gefahrene Km: 274

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3. Oktober 2021

Rathrdrum – Glendalough – Kilkenny

Noch kein Hahn ist auf, als wir bereits unsere Zähne geputzt, das Bett und die Fensterabdeckungen verstaut haben.

Es geht nach Norden zu einem von Tinas Lieblingsorten: Glendalough.

Ein Ort der gewöhnlich von Touristen überschwemmt anzutreffen ist. Nicht aber, wenn man während einer Pandemie frühmorgens unterwegs ist.

So haben wir das Gebiet rund um die beiden Kirchen und den Turm einige Zeit ganz für uns alleine.

Wir entschliessen uns zur Wanderung zum Upper Lake. Unterwegs erwacht der rechtsgelegene Urwald zu erstem Leben und bei unserem Ziel ankommen ist der erste Schwimmer tatsächlich bereits beim morgendlichen Bad.

Hier am Lough windet es dermassen, dass sogar die Enten es bevorzugen an Land zu bleiben, obwohl wir relativ nah an ihnen vorbeigehen.

Wir haben noch Energie und spazieren also weiter am Upper Lake entlang. Irgendwann sehen wir, dass es nur noch den Hügel rauf gehen würde und besinnen uns deshalb auf unsere Stärken: Frühstück…

…und kehren dann zurück zum Ostende des Sees.

Als die oben abgebildeten Touristenmassen eintreffen gönnen wir uns beim Glendalough Hotel noch einen leckeren Cappuccino und fahren dann auf der R756 ein paar Kilometer weiter, nur um schon bald für einen Mittagsstopp auf dem Pass anzuhalten.

Nächster Stopp ist – von langer Hand geplant – Nicholas Mosse in Benntetsbridge / Kilkenny. Der Mann zeichnet für einen guten Prozentsatz der Tassen in unseren Schränken verantwortlich, und ich habe aufgrund eines Missgeschickes noch eine Rechnung offen.

Wir werden nicht fündig und so vertrösten wir uns auf den Kilkenny-Shop in Dublin.

Immerhin sind es nun nur noch wenige Minuten bis zu unserem Campingplatz südlich von Kilkenny, von wo aus wir nach dem Einchecken gemütlich zum Zentrum spazieren.

Wir suche einige Zeit nach einem uns würdigen Lokal für das Abendessen (alles ist gut besetzt) und entscheiden uns schliesslich für das Hibernian, was eine wirklich gute Entscheidung war.

Der Rückweg zum Camper geht sich fast von selbst und wir sind mit dem gut gefüllten Tag mehr als zufrieden. Bis morgen – gute Nacht!

Gefahrene Km: 131

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2. Oktober 2021

Home – Dublin – Rathdrum

Wir waren ja beide schon einige Male in Irland. Auch zusammen durften wir bereits einige Wochen auf der grünen Insel, die uns immer wieder anzieht, verbringen. Nachdem sich also unsere entfernteren Reisepläne aufgrund der Pandemie immer noch als ungünstig erwiesen haben wir uns für das uns bekannte Ziel entschieden.

Jedoch war noch nicht ganz klar, wie wir die Insel dieses Mal bereisen würden. Unsere CH-Zertifikate wurden nur teilweise akzeptiert, was uns während der Reise zum Problem werden könnte.

Also haben wir einen Camper reserviert, damit wir möglichst autark unterwegs sein können – und Lebensmittel einkaufen durfte nach wie vor jeder.

Kurz vor der Reise haben wir “zum Spass” wieder ein Mal unsere Zertifikate mit der irischen App gescannt und dabei bemerkt, dass diese nun von der EU akzeptiert werden – Hoorrray!

Am 2. Oktober werden wir frühmorgens um 6:55 zuhause abgeholt und besteigen den Zug zum Flughafen eine halbe Stunde später.

In ZRH ist wieder erstaunlich viel los. Wir können uns schon denken, dass nicht jeder Flieger voll sein wird. Jedoch ist die Anzahl der Flüge trotzdem beachtlich verglichen mit der vom Vorjahr.

Tatsächlich ist am ganzen Flughafen einigermassen tote Hose. Nur in der Business-Lounge wird es etwas kuschelig, so dass wir uns nach oben in den Ruhebereich begeben.

Der Flug nach Dublin verläuft – die üblichen Wackler über Wales ausgeblendet – problemlos. Das Essen an Bord schätzen wir sehr, da so die Flugzeit auf ein Minimum schrumpft.

Die Einreise klappt problemlos. Ganz anders die Taxifahrt zu unserem Autovermieter – wir machen eine Extrarunde in Nord-Dublin, was wir dem Fahrer aber nicht übelnehmen – spätestens nachdem wir die Zufahrt sehen.

Der VW Camper ist aber 1a und uns werden auf Nachfrage sämtliche Details erklärt, so dass wir schon bald die Ring Road in Richtung Süden befahren.

Tina meistert den milden Samstagsverkehr vorzüglich und der VW ist für einen Camper sehr angenehm zu fahren. Ausserdem hat er die richtige Breite für dieses Land -wer schon im Westen Irlands war weiss wovon wir sprechen.
Den ersten Stopp haben wir erst kurz vor dem Urlaub festgelegt, als ich entdeckt habe, dass eine von Tinas Lieblingsmarken (Avoca) hier im Nichts eine Filiale betreibt.

Es dreht sich hier vor allem um Lebensmittel und so kaufen wir nicht allzu viel ein.

Nun folgt noch ein kurzer Hüpfer, bis wir unseren ersten Campingplatz, den Hidden Valley Holiday Park in Rathdrum, erreichen.
Schon beim Einchecken frage ich nach Essensmöglichkeiten in der Nähe, da die kurze Zeit seit dem Flugzeug-Catering tatsächlich zu einem Hungergefühl geführt hat.

Es hat einige Camper auf dem Platz, trotzdem können wir den Platz fast frei aussuchen.

Anschliessend spazieren wir, dem Hunger geschuldet, schnellen Fusses ins Dorf, wo wir in Jacob’s Well sehr gut speisen, was auch schon die handgeschriebene Karte vermuten lässt.
Ich habe ein Verlangen nach Fisch und bestelle diesen somit, während Tina der Verlockung nach Curry erliegt.

Beide Gerichte können punkten und wir sind ausserdem ziemlich satt.
Hinten im Garten spielt noch eine Liveband. Jedoch ist es ziemlich kalt und wir haben noch ein paar Meter zurückzulegen.

Zum Camper zurück geht es zum Glück bergab. Und als hätten wir nie etwas anderes gemacht als campen sind wir schon bald im Bett.

Gute Nacht!

Gefahrene Km: 87

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2021 – Ireland

02.10.2021 – Home – Dublin – Rahtdrum
03.10.2021 – Rathdrum – Kilkenny
04.10.2021 – Kilkenny – Kerry
05.10.2021 – Kerry (Derrynane)
06.10.2021 – Kerry – Dingle
07.10.2021 – Dingle – Doolin
08.10.2021 – Doolin (Burren)
09.10.2021 – Doolin – Clifden/Leagun
10.10.2021 – Clifden/Leagun – Clifden
11.10.2021 – Clifden – Lough Inagh
12.10.2021 – Lough Inagh – Swords
13. – 16.10.2021 – Swords – Dublin

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